Diese Woche war voll und ganz dem zweiten Task,
der Analyse der Nahrungsketten in Mumbai, gewidmet. Alle Gruppen sind in der
Stadt herumgereist und konnten zusätzlich viele Eindrücke ausserhalb der
Aufgabe sammeln. Am Samstag konnten wir die Zwischenresultate vor Jury und
Klasse präsentieren.
Den folgenden freien Sonntag haben viele von uns
genutzt, um weitere Eindrücke von Mumbai zu sammeln. Florian, Luca und ich
haben uns für einen Besuch des Dharavi Slums entschieden.
Vom Bahnhof „Mahim Junction“ aus führt eine
Fussgängerbrücke über die Gleise direkt ins Slumgebiet. Entlang den Gleisen
herrschen die ärmlichsten Verhältnisse, dort wohnen die Neuankömmlinge in
Zelten oder im Freien inmitten von Müllbergen. In diesem Gebiet wurden wir
regelrecht von bettelnden Kindern belagert.
Sobald man sich aber ein par hundert Meter ins
Innere des Slums bewegt, ändert sich das Bild komplett. Als wir in den
industrielleren Teil von Dharavi kamen, wurden wir von emsigem Treiben
überrascht, das Leben scheint organisiert und geordnet abzulaufen. Wiederverwertbares
wird in Dharavi gesammelt, sortiert und wieder weiterverkauft. Viele gingen
trotz Sonntag ihrer Arbeit nach, freie Tage scheint es in Dharavi nicht zu
geben.
Die engen Wohn- und Geschäftsstrassen sind
beeindruckend, die Häuser teilweise weniger als zwei Meter breit. Die Gässchen
zwischen den Häusern sind teilweise nur so breit, dass man beinahe seitwärts
gehen muss.
Im unteren Stockwerk vieler Häuser befinden sich
Läden und Werkstätten, im Obergeschoss winzige, über Leitern zugängliche
Wohnungen. In diesen Strassen haben wir einige interessante Gespräche führen
können, zum Beispiel mit einem Mann, der tagsüber Privatchauffeur für einen
Geschäftsmann ist, sich aber trotzdem nur eine kleine Wohnung in Dharavi
leisten kann.
Als wir mitgebrachte Süssigkeiten an Kinder
verteilten, kamen auch Erwachsene auf uns zu. Dass diese dann am meisten Freude
an Bonbons und Kaugummis hatten, war berührend und sagte uns einiges über die
Armut in diesem Gebiet aus.





was habt ihr denn in Indien zu suchen gehabt!
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