Von den Städten in Indien haben wir nun schon einiges
gesehen. Heute stand aber ein Ausflug in ein Dorf auf dem Programm, in eine
komplett andere Welt also. Man kann vielleicht nicht sagen die Zeit ist hier
stehen geblieben, aber die Einflüsse des digitalen Zeitalters haben nur sehr
punktuell auf den ruhigen Alltag der Dorfbewohner abgefärbt.
Wir besuchen im Dorf Byatryanhalli eine Baustelle die
das Resultat einer Zusammenarbeit der NGO Habitat for Humanity in Indien, dem
IN:CH Architekturbüro in Bangalore und einer Thesis-Arbeit von Studenten an der
BFH in Burgdorf ist. Wissenschaftlichen Untersuchungen über Lebensweise und
Bedürfnisse von mittellosen Dorfbewohnern waren die Grundlage für ein
Pilotprojekt eines kleinen Wohnhauses, das mit lokalen Materialien von den
Dorfbewohnern selbst erstellt werden kann. Neben einer guten Belüftung
(besonders wichtig in diesem tropischen Klima) lassen wir uns weitere
Low-Tech-Installationen wie die Konstruktion aus Stampflehm, den
Regenwasserspeicher, die Komposttoilette oder die familieneigene Biogas-Anlage
erklären.
Nach einem kurzen Rundgang durch das kleine Dorf steigen
wir schliesslich wieder in den Zug, der uns zurück in die pulsierende
Grossstadt bringt. Einem Ziel das viele Inder aus wirtschaftlichen Gründen und
vielfach für unbestimmte Zeit ansteuern. Vielleicht gerade weil es in ihrem
Dorf kein Projekt gab, das ihnen helfen konnte die eigenen Lebensumstände zu
verbessern.



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