IN:CH Studio

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Mittwoch, 26. Februar 2014

WOCHE 1 | EINTAUCHEN IN EINE NEUE WELT


Die erste Indienwoche ist schon vorbei. Die Tage in Cochin und Wayanad sind wie im Flug vergangen und haben fantastische Eindrücke hinterlassen. Einige meiner Vorurteile gegenüber Indien haben sich bestätigt, andere jedoch wurden komplett untergraben.

Schon die Fahrt vom Flughafen zum Hotel bot uns Insassen reichlich Spektakel. Auf indischen Strassen gibt es keine Rushhour, denn das Chaos ist der Normalzustand. Der Taxifahrer war sehr reaktionsschnell und verstand sich sehr gut darin, die Hupe zu malträtieren.

Die Freundlichkeit, die Ausstrahlung und die Lebenseinstellung sind unbeschreiblich. Wer hier Berührungsängste hat ist definitiv am falschen Ort, denn die Menschen hier in Südindien begegnen dir offenherzig und betteln förmlich darum ein interessantes Gespräch zu führen und deine Geschichte zu hören.

Die Hygiene spielt wie erwartet in einer anderen Liga als diejenige in der fernen Heimat. Die Aufgabe der Müllabfuhr besteht beispielsweise darin, Den herumliegenden Abfall aufzuhäufen um in danach in Brand zu stecken. Der „aufreizende“ Geruch der dabei entsteht hält sich hartnäckig in den Strassen fest und ist ständiger Begleiter.

Die „Reaktionen“ auf das Essen fallen hingegen sehr positiv aus. So verwundert es doch gewaltig, dass die Medikamente aller Studierenden (Immodium, Bioflorin) noch originalverpackt in der Reiseapotheke liegen. 
Einige von uns haben sich getraut, das Mittagessen ausserhalb der Touristenviertel zu sich zu nehmen. Als ich das Menü meiner Wahl eruiert hatte und sogleich bestellen wollte, kam bereits ein kleiner Junge mit Reis und vielen Variationen aus Fisch-, Gemüse- und Hühnchen-Curry. Die beiden Einheimischen, welche wir kurz zuvor kennengelernt hatten und uns sofort zum Essen einluden, begannen die Speisen mit ihren blossen Händen auf unsere Teller zu werfen und forderten uns zum Essen auf. Gegessen wird in Indien nur mit der rechten Hand. Es ist unfreundlich mit der linken Hand zu essen oder jemandem etwas zu übergeben.


Text & Bilder von Jeremias von Weissenfluh, Februar 2014








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