Nachdem man sich einigermassen an das Klima, die Luft
und die mangelhafte indische Pünktlichkeit am Morgen gewöhnt hat, warten von
Tag zu Tag neue Herausforderungen auf uns. Arbeitstechnisch wird sehr viel
abverlangt, wobei man sich von regelmässigen Stromausfällen, kaum
funktionierendem Internet und stillgelegter WC Spülung nicht aus dem Rhythmus
bringen lassen sollte.
Nicht funktionierende Stromversorgung und funkensprühende
Elektroanlagen sind übrigens nur selten Grund genug, um einen offiziellen
Elektriker zu konsultieren. Es gibt keinen Grund zur Sorge, denn inzwischen
weiss man auch wo sich der eigene FI- Schalter befindet, da man ihn bei der
Arbeit im Halbstundentakt wieder betätigen muss. Das Arbeiten stellt sich somit
als schwierig heraus.
Ausgang und Alkohol stehen sowieso nicht zur Debatte, da
der ganze Staat Gujarat aus diversen Gründen "trocken" ist. Zum Glück haben wir stattdessen
eine sehr interessante Aufgabe gefasst, wobei sich die Zusammenarbeit mit den
Architekten durchaus als schwierig herausstellt. Bei den Ingenieuren wird ein
Umdenken gefordert, damit wir der Gruppe bei dieser speziellen Aufgabenstellung
von Nutzen sind.
Unsere Gruppe befasst sich mit dem Dorf namens Paldi
Gaam. Die Leute sind gastfreundlich, auskunftsfreudig und helfen uns bei
unserer Aufgabenstellung. Ein Mann namens Bhamin Dalal hat sich die Zeit
genommen, mir während mehreren Stunden die verschiedenen Konstruktionsdetails
eines Hauses darzulegen und zu zeigen. (siehe Bilder unten) Es ist faszinierend,
wie viel Freude es den Leuten bereitet, ihr Heim zu zeigen und wie stolz die
Leute auf ihr eigenes Heim und ihre Familie sind.
Freundliche Grüsse aus dem 37 gradigen Ahmedabad...
Text & Bilder, Kevin Sigl







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