Diese Woche war eine der
turbulenteren. So Einiges hat sich ergeben und die unzähligen Erlebnisse in
Indien sind ein bisschen weiter in die ‚Unvergesslichkeit‘ unserer
Erinnerungskiste gerückt. Einerseits mal lief die erste grosse Abgabe über die
Bühne. Aufgrund eines strikten Masterlayouts wurde den Studenten so einiges an
Energie und Durchhaltevermögen abverlangt. Es musste viel interdisziplinäre
Gruppendiskussionen geführt werden um eine durchgehend einheitliche Matrix zu
erhalten. Andererseits ergaben sich „interessante“ Zwischenfälle mit dem
Datenaustausch zwischen etwa ArchiCAD 16/17 und AutoCAD 2014. Zum eigenen
Amüsement entstanden solche „Wirrheiten“ selbstverständlich stets, je näher der
Stundenzeiger gegen Mitternacht rückte. Dennoch konnte dank eines gelungen
Gruppenhomomorphismus‘ eine relativ aufeinander gruppenabgestimmte Matrix
zusammengefügt und abgegeben werden, bei welcher „kaum“ nachträgliche
Änderungen vorgenommen werden mussten.
Der Stress konnte jedoch
durch das lang erwartete Holi Festival, das Fest der Farben, etwas abgebaut
werden. Dazu will ich nun gar nicht allzuviel Worte verlieren, da dieses
Spektakel kaum in Worte gefasst werden kann. Entweder man erlebt es selbst oder
es ist und bleibt bloss eine Geschichte aus einem weit entfernten Land. Soviel
ist zu sagen: Jede Menge Farbpulver in kleine Säcke abgepackt, literweise
Wasser von allen Seiten, inklusive von oben und die Kombination von diesen
Farbpigmenten und der Feuchte ergeben wunderbare Muster auf Kleidern und
Haaren, welche man noch lange Zeit danach begutachten und geniessen kann.
Danach stand der Transfer
von Ahmedabad, der wahrscheinlich „trockensten“ Stadt der Welt, nach Mumbai
bevor. Nach einer rund 10 stündigen Fahrt in einem Sleeper-Wagon wurde die
farbige Stadt erreicht. Man kroch auf
allen Vieren aus dem Zug, geschlagen von der misslungenen Anstrengung zwei,
oder zumindest ein Auge zu zukriegen, in einem Stahlkäfig auf Schienen, welcher
einem bei jeder Unebenheit - und davon gibt’s in Indien jede Menge - ans
Nachbarbett hoch schleuderte. Nun konnte es nur noch bergauf gehen. Als sich
bei der Ankunft des Cars jedoch eine riesige Aufschrift namens „DESTINY“
abdruckte, wurden - zumindest ironische - Zweifel wach, ob es nun wirklich
bergauf ging. Doch auch hier stand das Schicksal auf unserer Seite, sowie
bisher auch. Nie wurde ein Flug, Zug oder sonstiges Beförderungsmittel verpasst
oder uns sonst in anderweitige Schwierigkeiten gebracht.
Text & Bilder von Valério Schreier
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Verschnaufpause nach dem Holi Festival, mit:
Einheimischer Herrn,
Jeremias von Weissenfluh,
Kevin Siegl und Valério Marco Schreier
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letzter Waschgang vor der Abreise mit improvisiertem Trocknungsraum
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fertige Matrix
als Endprodukt von sechs Gruppenarbeiten während drei Wochen
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| Reisecar in Mumbai mit vielversprechendem Aufdruck |
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| angenehme Überraschung über den hohen Standard der Zimmer |
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| Motivationsecke im Studio der KRVIA in Mumbai, unser neues „Zuhause“ |
| erste Instruktionen des neuen Professoren- und Assistierenden-Teams |
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| Bewältigungsstrategie gegen Heimweh: «Traditional Cheese Fondue» |
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die
Skyline von Mumbai mit der „Bandra - Worli Sea Link“-Brücke vom
Bandra Fort aus gesehen
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| Gruppenfoto in einem Amphitheater am Bandra Fort, Mumbai |







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