Nach kurzer Erholungszeit von der langen
Zugreise waren wir bereit für die zweite Task. Die Aufgabe besteht darin das
Abfallmanagement der Stadt Mumbai zu analysieren. Als Informationen dienten uns
als kleiner Teil Thesis-Arbeiten und rare Statistiken, als grösserer Teil
holten wir uns Informationen der direkt involvierten Personen. Bei der letzteren
Informationsbeschaffungsmethode kamen wir in direkten Kontakt mit Märkten, Slums,
Bürokomplexen, etc.
Auf den Märkten konnten wir sehen, dass
nicht der Verkauf alleine, sondern auch die Zubereitung der Waren ein Teil des
Marktes ist. Dies war teilweise nichts für schwache Nerven. Vor allem im Bereich des Fleisch-, Fisch- oder
Poulethandels und speziell in deren Abfallprodukten gab es starke visuelle und
nasale Neuheiten für uns.
Insgesamt fanden wir eine grosse Vielfalt
an diversen Abfallketten und konnten einigermassen einordnen, wie viele
Personen vom Kehrrichtwiederverkauf Anteil haben.
Diese Woche war also ein Zusammenspiel
zwischen Informationsbeschaffung und Aufbereitung. Dazu kamen viele Inputs von
den indischen Assistenten und von externen Fachleuten, wie zum Beispiel einer
Abteilungsleiterin der Bombay Municipal Corporation. Durch sie konnten
allfällige Unklarheiten oder Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden.
Als Ausgleich zum arbeitsintensiven Alltag
verwöhnen uns die indischen Mitstudierenden mit ihrer Kenntnis von guten
Restaurants. Wir kamen sogar in den speziellen Genuss von Rindfleisch (Dies zum
Glück ohne sichtbare Zubereitung).
Auch bei der Freizeitgestaltung zeigen
unsere indischen Freunde grosses Engagement, um uns eine unvergessliche Zeit zu
bereiten. So kamen wir in den Genuss von tollen Partys und tollen sportlichen
Aktivitäten wie Kricket oder Fussball. Die Sportuninteressierten genossen
anstelle von verschwitzten Shirts mehrere auf 0°C heruntergekühlte Malls.
Jeder kam also nebst knochenharter
Analysearbeit auf seinen Erholungsgenuss. So können wir auf eine erfolgreiche Woche
zurückblicken und sagen, dass wir nun eine Klasse sind und kein Exchange
Programm mehr.
Text & Bilder von Noah Müller







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