Die Woche begann für die meisten von uns im Sitzen,
denn am Montag war reisen angesagt. Aus allen Ecken Indiens trafen wir IN:CH-Studenten
in Bangalore ein - nicht gerade hochmotiviert wieder arbeiten zu
müssen anstatt an der Sonne liegen zu können. Doch sollte bereits am Dienstag unsere Motivation gesteigert werden, als wir
über die dritte und letzte Aufgabe in Bangalore informiert wurden. Das Projekt beinhaltet neben einer Analyse-
und Planungsphase auch eine Umsetzungsphase. Das heisst, unsere Projekte
sollen tatsächlich gebaut werden! Diesen Schock durften wir am Mittwoch während
eines Besuches des Indian Institute of Management Bangalore (IIM Bangalore) vom
indischen Architekten Balkrishna Vithaldas Doshi verarbeiten. Der Campus
überzeugt besonders durch das Zusammenspiel von Campusbauten und begrünten
Aussenräumen.
Noch am selben Tag besuchten wir unsere
jeweiligen Standorte und trafen uns ein erstes Mal mit den „Bauherren“. In
unserem Fall war dies Col Varghese, Vorsitzender der „Sena Vihar Apartment
Community“. Die Aufgabe besteht darin, durch kleine Eingriffe im
Abfallentsorgungssystem die Angestellten der Community zu unterstützen. Col
Varghese teilte uns mit, dass für das Putzpersonal zwei Toiletten errichtet
werden sollten. Anstatt jedoch umgehend Prospekte für sanitäre Einrichtungen zu
konsultierten, erklärten wir Herrn Varghese unser Anliegen, erst eine umfängliche Analyse durchzuführen, um
danach allfällige Verbesserungen im System vorschlagen zu können.
Glücklicherweise war Herr Varghese mit diesem Vorgehen einverstanden und
sicherte uns seine Unterstützung zu.
Die erste Woche endete mit einem weiteren
Höhepunkt, nämlich auf dem Dach. Nach einer tollen Führung durch die Altstadt
von Bangalore, lud uns Jürg Grunder zu einem Bier auf der Dachterrasse seines Büros ein, mit Aussicht auf die kommenden
Wochen.
Text & Bilder von Christian Hauswirth








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